Studienbeginn - Schuldenfalle vermeiden

08.05.2019

Gastbeitrag: Studienbeginn - Schuldenfalle vermeiden

Wer in Deutschland studieren will, muss dafür Geld bezahlen. Je nachdem, ob es sich um eine staatliche oder private Universität oder Hochschule handelt, und je nach Bundesland können für ein Studium unterschiedlich hohe Gebühren anfallen. Die Unterstützung der Eltern oder ein Nebenjob hilft vielen dabei, nicht nur Studiengebühren, sondern auch Wohnkosten, Fahrtkosten, Kosten für die Anschaffung von studienbegleitender Literatur und andere Lebenshaltungskosten zu stemmen, die während der Studienzeit anfallen.

Viele angehende Studenten können sich ein Studium aber überhaupt nur leisten, indem Sie BAföG beziehen oder einen Studienkredit aufnehmen. Hierbei leihen sich die Studierenden Geld und zahlen es nach Studienabschluss von ihrem Einkommen zurück. Wer vor dem Studium die richtigen Entscheidungen bezüglich der Finanzierung trifft, kann es vermeiden, in die Schuldenfalle zu geraten. Andernfalls kann es sein, dass Schulden die Absolventen noch bis ins Berufsleben begleiten.

Vor- und Nachteile von BAföG

Grundsätzlich sollten zukünftige Studierende prüfen, ob BAföG für sie infrage kommt. Dabei handelt es sich um einen staatlichen und zinslosen Ausbildungszuschuss, den Studenten erhalten können, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Allerdings müssen hierfür bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So muss der Student beispielsweise Nachweise dafür erbringen, dass eine Förderung notwendig ist. Hierbei spielt zum Beispiel das Einkommen der Eltern eine Rolle. Das Studium muss außerdem in der Regelstudienzeit durchlaufen werden.

Die Hälfte der geliehenen Summe muss nach Studienabschluss innerhalb von fünf Jahren zurückgezahlt werden. Darüber hinaus erhalten viele Studenten nicht den Höchstsatz des Förderbetrags, weshalb ein Großteil noch einen zusätzlichen Kredit aufnehmen muss.

Studienkredite durch Banken und Förderprogramme

Aber auch Förderprogramme des Bundes und Banken bieten Studienkredite an. Ein Vergleich verschiedener Kreditangebote kann sich lohnen - schließlich unterscheiden sich die Studienkredite hinsichtlich der Konditionen. Folgende Faktoren sollten bei der Wahl des passenden Kredits beachtet werden:

●        Wie hoch ist der Zinssatz und ist dieser variabel?

●        Wie lange hat der Student nach Studienabschluss für die Rückzahlung Zeit?

●        Ist die Rückzahlung abhängig vom Einkommen?

●        Wie lange dauert die Ruhepause nach der letzten Auszahlung an?

●        Fallen zusätzliche Gebühren an?

Einen Kredit können Studenten bei einer normalen Bank oder Sparkasse aufnehmen. Allerdings bieten sogenannte Förderbanken wie die KFW, die durch den Staat gefördert werden, spezielle Kredite für Studenten an, die sich durch niedrigere Zinssätze und günstigere Konditionen bezüglich der Rückzahlung auszeichnen.

Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl eines passenden Kredits darauf achten, dass der Zinssatz nicht zu hoch ist und dass dieser sich während der Kreditlaufzeit nicht ändert. Die Pause nach der letzten Auszahlung kann bis zu zwei Jahre andauern. Ist die Rückzahlung vom Einkommen abhängig, kann bei einer niedrigen Einkommenshöhe ein Antrag auf Aussetzung der Rückzahlung gestellt werden. Außerdem ist zu beachten, dass die Rückzahlungsfrist nicht zu kurz festgesetzt ist.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter privatinsolvenz.net.