Bist du auch manchmal so ein Chaot? Macht nichts, ich auch!

18.02.2018

 

 

In jedem von uns schlummert ein kleiner Chaot, der hin und wieder mal heraus will. Das ist nicht weiter schlimm, denn auch den intellektuellsten und erfolgreichsten Menschen geht es nicht anders. Chaoten sind nicht automatisch erfolglos, sie arbeiten und leben nur anders als Menschen, die einem strengen System folgen. Genauer gesagt haben sie kein System, sie tun einfach was sie tun. Das heißt aber auch nicht, dass chaotische Menschen sich völlig ziellos treiben lassen können, denn das würde komplett nach hinten losgehen. Aus diesem Grund brauchen Chaoten ein paar Regeln, mit denen sie ihr Chaos bändigen können. Auch in einem Bologna-Studiensystem, welches von Fristen und Zwängen geprägt ist, kann man als Chaot erfolgreich das Studium absolvieren. Dafür brauchen wir uns nicht einmal zu verstellen und so zu tun, als wenn wir nun urplötzlich organisiert und ordnungsliebend sind. Steh zu deinem inneren Chaoten und befolge einfach die folgenden goldenen Regeln.

 

#1 Lass das Planen sein

Anders als ordnungsliebende und kontrollierte Menschen, planen Chaoten ihren Unialltag nicht – und das ist auch gut so. Das funktioniert leider bei chaotischen Menschen nicht. Sie können weder richtig Pläne aufstellen, noch halten sie sich daran – pure Zeitverschwendung also.

 

#2 Finde den roten Faden

Nur, weil die Planung bei dir nichts nützt, heißt es nicht, dass du dich völlig orientierungslos ins Studium stürzen solltest. Einfach nur auf das Beste zu hoffen ist leichtsinnig und dumm. Was du brauchst, ist eine grobe Idee von dem, was dein Ziel ist. Ein einfaches Konstrukt, welches dir Übersicht verschafft und zeigt, wo es lang geht – ein Studienverlaufsplan! Dies ist keine To-Do-Liste, die du sowieso nie abarbeitest, sondern ein simpler Plan, welches dir dein Studium mit allen zu absolvierenden Hürden auflistet.

 

#3 Schreibe alles auf

Da chaotischen Menschen immer viele Dinge gleichzeitig durch den Kopf gehen, kommt es häufiger vor, dass Informationen darin schneller verloren gehen. Um deiner Vergesslichkeit einen Strich durch die Rechnung zu machen, solltest du es dir angewöhnen wichtige Informationen immer zu notieren. Verschaffe dir am besten ein Notizbuch oder –block, worin du alle wichtigen Dinge festhältst. Wenn du dir die Informationen auf losem Papier schreibst, gehen diese sicherlich genauso schnell verloren, wie die Gedanken in deinem Kopf. Schreibst du aber immer in dem selben Buch alles auf, weißt du immer, wo die Infos zu finden sind.

 

#4 Nimm dir ein Vorbild

Das Notieren von Informationen und ein Studienverlaufsplan sind zwar schon sehr gute Ansätze, doch wenn du wirklich nicht in deinem Chaos versinken möchtest, solltest du dir einen wirkungsvollen Orientierungspunkt suchen. Umgebe dich in deinem Studium von Kommilitonen, die anders sind als du. Das heißt nicht, dass du dich von deinen guten Freunden entfernen sollst, die ebenfalls das Chaos lieben. Wenn du dich aber von Menschen umgibst, die ihre Studienplanung fest im Griff haben, kannst du dir ihre Strategien und ihre Vorgehensweise abschauen. Die beste Methode, um dein Chaos zu sortieren, ist Menschen zuzusehen, die gut im Organisieren sind.

 

#5 Schritt für Schritt

Du weißt, dass auch du manchmal ein Chaot bist, wenn du für die Prokrastination schon längst hättest Medaillen bekommen sollen. Alles auf die letzte Minute aufzuschieben und die Deadline als Motivationsspritze zu nutzen, ist für dich also nichts Neues. Nun ja das bedeutet dann aber auch jede Menge Stress und Leistungsdruck, womit du immer wieder zu kämpfen hast. Wenn du von vornherein schon weißt, dass du es einfach nicht durchziehen wirst, beim nächsten Mal früh genug mit der Vorbereitung loszulegen, dann eigne es dir zumindest an in Schritten zu denken. Teile all deine Aufgaben und Lerneinheiten in Schritten ein und beginne damit jede Aufgabe nacheinander Schritt für Schritt abzuarbeiten. Es wird dir in die Karten spielen und dich leichter zum Ziel bringen.

 

#6 Vergiss Multitasking

Kaum jemand liebt das Multitasking mehr als Chaoten. Alles querbeet durcheinander und gleichzeitig – so in ungefähr sieht es im Kopf eines Chaoten aus. Doch du solltest das Multitasking ablegen, denn es kann schnell zur Ineffizienz und Ineffektivität führen. Das Ergebnis – du hast zu viel getan und am Ende nichts wirklich geschafft. Daher solltest du dich immer nur um eine Sache zur Zeit kümmern, diese effektiv zu Ende bringen und dich erst dann der nächsten Sache widmen.

 

#7 Akzeptiere den Chaoten in dir

Chaot zu sein ist verpönt und wird häufig mit jemandem gleichgestellt, der nichts auf die Reihe bekommt und sein Leben nicht im Griff hat. Aus diesem Grund verstellen sich auch viele Studenten und scheitern klaglos an den Systemen, die von Plänen und To-Do-Listen geprägt sind. Wenn du hin und wieder chaotisch bist, dann akzeptiere diese Eigenschaft. Solltest du Schwierigkeiten haben dein Studium zu organisieren, dann stell dich dieser Herausforderung und arbeite an den einzelnen Schwachstellen. Diese Eigenschaft macht dich nicht weniger klug als andere, ganz im Gegenteil. Wenn du die richtige Methode gefunden hast und weißt was am effektivsten für dich ist, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach jeden, der noch so organisiert ist, einholen können.

 

Denke an diese Regeln und sei ein Chaot – aber ein erfolgreicher!