Die BAföG-Rückzahlung – Wenn das Studium beendet ist und die Schulden beglichen werden müssen!

18.03.2018

 

 

Das Berufsausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist schon was Tolles. Allein im Jahr 2016 haben rund 823.000 Personen die Leistungen bezogen. Doch was passiert eigentlich, wenn das Studium vorbei ist? Viele ehemalige Studenten fragen sich, wann denn nun das BAföG-Amt an der Tür klopft und die Rückzahlung verlangt. Wir verraten euch alles, was ihr über die BAföG-Rückzahlung wissen müsst.

 

Wann muss ich BAföG zurückzahlen?

Wenn du während deines Studiums BAföG bezogen hast, beginnt die Rückzahlungspflicht genau fünf Jahre nach dem Ende der Förderungsdauer. Genaugenommen entspricht das der Dauer der Regelstudienzeit des Bachelors. Ungefähr viereinhalb Jahre nach dem Ende der Frist, erhältst du einen Brief, welcher dich dazu auffordert einen Teil deiner erhaltenen Leistung bis zu der im Brief angegebenen Frist zurückzuzahlen. In der Regel musst du die erste Rate ca. ein halbes Jahr nach Erhalt des Bescheids tilgen.

 

Hinweis: Zieht man in der Zwischenzeit weg und hinterlegt man die neue Adresse nicht beim Bundesverwaltungsamt, muss das Amt die neue Adresse ermitteln und erhebt hierfür eine Gebühr von 25 Euro. Bei einem Umzug sollte daher immer das Bundesverwaltungsamt informiert werden.

 

Wie viel muss ich zurückzahlen?

Der enorme Vorteil von BAföG ist, dass nicht die komplette Leistung zurückgezahlt werden muss. Grundlegend gilt: Es wird dir nur die Hälfte des BAföGs als Darlehn angelastet. Die andere Hälfte wird dir als Zuschuss gewährt. Das heißt, dass du nur 50 % zurückzahlen musst – bis zu einer Grenze von 10.000€. Alles was über dieser Grenze liegt, erlässt dir das Bundesverwaltungsamt.

 

In Raten zahlen:

Die Rückzahlung kann auf verschiedene Arten geschehen. Die gängigste Variante ist die Ratenzahlung. Im Normalfall hast du 20 Jahre Zeit um deine Schulden zu begleichen. Das Bundesverwaltungsamt verlangt eine monatliche Ratenzahlung von 105 Euro, welche quartalweise gezahlt wird. Doch auch bei der Ratenzahlung ist Vorsicht geboten. Wer in Verzug gerät, dem kann das teuer zu Schulden kommen. In solchen Fällen werden Zinsen in Höhe von 6 % auf die Gesamtsumme berechnet. Für bestimmte Sonderfälle, wie z. B. bei Arbeitslosigkeit, Kindern oder einem niedrigen Lohn, besteht die Möglichkeit einen Antrag zu stellen und die Raten zu reduzieren oder sogar für eine bestimmte Zeit auszusetzen. 

 

Auf einem Schlag bezahlen:

Solltest du glücklicherweise keine finanziellen Hindernisse haben und den vollen Betrag oder größere Einzelbeträge auf einem Schlag abbezahlen können, kannst du hiervon enorm profitieren. Bei der Tilgung der Gesamtsumme, profitierst du von einem Nachlass über 28,5 %. Auch kleinere Großbeträge werden vom Bundesverwaltungsamt belohnt. Diese Belohnung ist abhängig von der Höhe der Zahlungssumme. In der folgenden Tabelle zeigen wir dir, wie viel du sparen kannst, wenn du die Raten in größeren Beträgen abbezahlst.