Forever young? Was du über die Altersvorsorge wissen solltest

26.04.2018

 

 

Es gab Zeiten, da war alles noch in bester Ordnung. Beim Feiern konnte dir niemand etwas anhaben, der Alkohol floss in rauen Mengen und du warst lieber drei Tage wach, als dass du eine Party verpasst. Heute liegst du bereits nach einer Partynacht flach, deine Knochen schmerzen und du schwörst dir für den Rest des Jahres keinen Tropfen Alkohol mehr zu dir zu nehmen. Die infantile Fitness gehört der Vergangenheit an und du merkst, dass du nicht mehr jünger wirst? Dann ist es auch an der Zeit dir ernsthafte Gedanken über deine Altersvorsorge zu machen. Wir verraten dir alles, was du zum Thema Altersvorsorge und Rente wissen musst.

 

„Mist ich bin erwachsen!“

Lange Zeit hast du das Thema „Altersvorsorge“ zur Seite geschoben. Dazu ist später noch genug Zeit und du bist ja noch jung, dachtest du dir. Doch ehe du dich versiehst, stellst du fest, dass du mittlerweile erwachsen bist und noch immer keine Vorkehrungen geschweige denn dir ernsthafte Gedanken zu diesem Thema gemacht hast. Es ist nun höchste Zeit dies zu ändern und in deine Zukunft zu investieren.

Gerade wir Studies und Akademiker haben es da nicht ganz so leicht. Denn in der Regel treten wir erst einige Jahre später als die Auszubildenden ins Berufsleben ein und zahlen demnach auch erst viel später in unsere Rentenkasse ein. Zwar gibt es für Hochschulabsolventen oft höhere Gehälter, wodurch es einen Vorsprung zum aufholen gibt, aber erschwerend kommt hinzu, dass das Rentenniveau stetig sinkt. Das Niveau liegt derzeit bei 48 Prozent. Laut Prognosen, soll es jedoch bis 2030 auf bis zu 43 Prozent sinken. Als wenn das alles nicht genug wäre, so munkeln Wirtschaftler, wird sich das Renteneintrittsalter mit den Jahren auf 71 erhöhen, da die Lebenserwartungen steigen und die medizinische Versorgung sich verbessert.

 

Private Altersvorsorge

Zu den drei Säulen der Altersvorsorge in Deutschland zählen die gesetzliche und private Altersvorsorge sowie die Betriebsrente. Die Betriebsrente ist, wie das Wort schon sagt, abhängig vom Unternehmen. Wenn du dem Risiko der Altersarmut entgehen möchtest, solltest du dir ernsthafte Gedanken über das Sparen machen und somit über eine private Altersvorsorge nachdenken. Wege für eine private Altersvorsorge könnten bspw. Bausparkonten, Sparbücher oder Tagesgeldkonten sein, auf denen du regelmäßig einen Betrag anlegen kannst. Lasse dich hierzu professionell von einem Experten beraten, um zu erfahren, welche Konditionen angeboten werden. Bei klassischen Sparmethoden, wie dem Sparbuch, hapert es oft wegen zu niedriger Zinssätze. Natürlich ist die Höhe der Sparrücklagen abhängig von dem, was du monatlich verdienst. Dass du als Student keine hohen Beträge zurücklegen kannst, ist demnach völlig normal. Doch auch kleinere Beträge sind letztlich besser als gar nichts. Wenn du endlich ins Berufsleben gestartet bist und ein relativ gutes Einkommen nachweist, kannst du dir Gedanken über andere Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge machen, wie z. B. in Form von Lebensversicherungen, Riester- oder Rürup-Renten. Diese lohnen sich für jene, die bereits ein größeres angespartes Vermögen besitzen.

 

Gesetzliche Altersvorsorge

Die gesetzliche Altersvorsorge ist etwas, worüber sich die wenigsten jungen Leute Gedanken machen. Diese ist ein Teil des Sozialversicherungssystems und läuft in Deutschland über den Arbeitergeber. Sobald du einen sozialversicherungspflichtigen Beruf ausübst, selbst wenn es nur ein Praktikum oder ein Minijob ist, hast du einen Anspruch auf medizinische und berufliche Rehabilitation und bis unmittelbar förderberechtigt bei der Riester-Rente. Übst du neben dem Studium ein Minijob aus und verdienst monatlich nicht mehr als 450 €, dann gilst du als geringfügig beschäftigt und der Beitragssatz deiner Abgaben liegt bei knapp 19 Prozent. Von denen musst du gerade einmal 3,7 Prozent abgeben und der Rest wird vom Arbeitgeber übernommen. Du hast als Minijobber auch die Möglichkeit, dich von den Rentenabgaben zu befreien. Letztlich hast du zwar mehr Geld am Ende des Monats, investierst aber nicht in deine Zukunft.

Verdienst du mehr als 450 € und bis zu 850 €, dann befindest du dich in der sogenannten Gleitzone. Dies ist bspw. bei Werkstudenten der Fall. Sie können bis zu 20 Stunden in der Woche arbeiten und zahlen genau wie der Arbeitgeber 9,35 Prozent in die Rentenkasse ein.

 

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