Im Ausland studieren – Wissenswertes zur Organisation und Planung

29.07.2018

 

 

Ein Auslandssemester oder –jahr gehört mittlerweile für die meisten Studenten dazu. Viele Studiengänge sehen es sogar als eine Pflicht vor. Es stellen sich also immer wieder viele Fragen darüber, wie man vorzugehen hat, wenn es um die Planung und Organisation eines Auslandsstudiums geht.

 

Starte früh genug mit der Planung

Wer während des Studiums für eine bestimmte Zeit im Ausland studieren will, der sollte frühzeitig mit der Planung beginnen. Für eine ordnungsgemäße Planung sollte man bereits 1 ½ Jahre vorher damit beginnen. Der erste Schritt ist in der Regel sich zunächst einmal Informationen beim International Student Office der eigenen Universität einzuholen. Hier erhält man Infos darüber, mit welchen Partneruniversitäten die eigene Universität kooperiert, wie man sich dafür bewirbt und welche Voraussetzungen man erfüllen muss.

 

Welches Land kommt für mich in Frage?

Die Sprache ist ein essentieller Faktor bei der Wahl des Studienortes. Daher stellt sich zunächst die Frage, in welcher Sprache die Seminare gehalten werden. Etwa in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch? Österreich, Schweiz, Niederlande, Großbritannien sowie die USA, zählen zu den beliebtesten Zielen bei deutschen Studierenden. Die jeweiligen Studienorte erfordern aber auch unterschiedlichen Planungsaufwand. Daher ist es ratsam, sich mindestens ein Jahr vor dem geplanten Auslandssemester auf eine Wunsch-Universität festzulegen. Hierfür sollte man mit den Beratern des International Student Office besprochen haben, ob die Anerkennung der im Ausland erworbenen Credit-Points an der Heimat-Uni wahrscheinlich und unproblematisch ist!

 

Wie finanziere ich das Auslandsstudium?

Sobald man sich auf einen Studienort und eine Universität im Ausland festgelegt hat, sollte man sich auch Gedanken über die Finanzierung machen. Ein Auslandsstudium erfordert nicht nur eine gute Planung sondern kostet auch.

Wenn das Ziel für das Auslandsstudium innerhalb der EU liegt und ein Kooperationsvertrag zwischen den Universitäten besteht, ist es der einfachste und günstigste Weg sich für das Erasmus-Programm zu bewerben. Hierbei fallen keine Kosten für Studiengebühren an und man erhält gleichzeitig monatliche finanzielle Unterstützung. Des Weiteren ist es sinnvoll einen Antrag für Auslands-BAföG zu stellen. Dies gilt ebenso für Studenten, die für ihr Studium in Deutschland kein BAföG erhalten.

Liegt die Wunsch-Uni nicht innerhalb der EU und kommt daher kein Erasmus-Programm in Frage, so sollte man sich frühzeitig Informationen über andere Förderungsmöglichkeiten einholen.

 

Wo soll ich wohnen?

In der Regel bieten Universitäten Studierenden an einen Platz im Studentenwohnheim zu organisieren. Dies erfordert aber meistens auch eine Gebühr, welche die Uni für ihre Vermittlung verlangt. Je nach Ziel und dortigem Wohnungsmarkt kann es sogar günstiger sein sich selbstständig und privat nach einer WG zu erkundigen. Auch mit dieser Suche sollte man mindestens ein halbes Jahr vorher starten. Häufig gibt es etliche Facebook-Gruppen der jeweiligen Städte und Universitäten, in denen Wohnungs- oder WG-Anzeigen zu finden sind.

 

Was es noch zu beachten gibt!

1. Wer sich für eine Universität entschieden hat, in der die Seminare und Vorlesungen auf einer anderen Sprache abgehalten werden, sollte natürlich ausreichende Sprachkenntnisse mitbringen. Diese müssen nachgewiesen werden. Daher ist es wichtig rechtzeitig an anerkannten Sprachtests, wie bspw. IELTS oder TOEFL, teilzunehmen.

2. Liegt die Tausch-Uni außerhalb der EU, wie in etwa in den Vereinigten Staaten oder China, muss ein Visum rechtzeitig beantragt werden. Dies sollte nicht erst auf den letzten Drücker gemacht werden!

3. Auch für die eigene Gesundheit sollte vorgesorgt werden. Dazu sollte man überprüfen ob der Impfschutz ausreichend ist und sich gegebenenfalls vor der Reise impfen lassen.

4. Ebenfalls lohnt es sich seinen Flug oder Zug rechtzeitig zu buchen. Wer dies macht, kann ordentlich Geld einsparen.