Was ist eigentlich prüfungsrelevant? So grenzt du die Lerninhalte richtig ein!

16.02.2018

 

 

Ein Modul mit 6 Semesterwochenstunden, davon über 500 Vorlesungsfolien, Lehrbüchern mit über 300 Seiten, Übungsaufgaben, ein Skript mit weiteren 200 Seiten, etliche Fachartikel und Paper, die als Hintergrundinformationen bereitgestellt wurden. Fragt man den Dozenten, was davon prüfungsrelevant ist, so heißt es: „ALLES!“ 
An diesem Punkt beginnen viele Studenten während ihrer Prüfungsvorbereitung zu verzweifeln. Manche Dozenten grenzen den Prüfungsstoff grob ein, während andere keinerlei Hinweise geben. Dann heißt es: Es liegt an dir, dies zu tun! Es ist schließlich schier unmöglich all den Stoff zu lernen. Du musst also die Unterlagen richtig auswerten und Schwerpunkte setzen. Wir verraten dir, wie du die Inhalte für die Prüfung sinnvoll eingrenzen kannst.

 

1. Orientiere dich am Big Picture des Dozenten

Jeder Dozent hat eine bestimmte Absicht mit der Konstruktion seiner Vorlesungsreihe. Es verbirgt sich immer eine Idee und ein Grundverständnis dahinter, in welchem alle Themenblöcke zusammenkommen und als ein Teil des Großen und Ganzen werden. Dieses Konstrukt nennt man Big Picture. Es gilt dieses Bild zu verstehen. Nur so erkennst du, wie die einzelnen Themen aufgebaut sind und worauf dein Dozent hinaus will. Uns noch wichtiger – du weißt, was ihm wichtig ist und was er mit aller Wahrscheinlichkeit in der Prüfung abfragen wird.

 

2. Bearbeite alte Klausuren

Die Bearbeitung alter Klausuren und Prüfungsaufgaben, ist für die Prüfungsvorbereitung von hoher Relevanz. Auf diese Weise kannst du die Themen eingrenzen, dich mit den Aufgaben und deren Bearbeitungsweise vertraut machen, die Unterlagen zum Lernen nutzen und erkennst, welches Muster der Dozent für seine Klausuren verwendet. Die alten Klausuren vermitteln, was dich in der Prüfung erwartet. Themen die nie oder nur sehr selten darin vorkommen, kannst du eher vernachlässigen. Andererseits kannst du jene Themen, die besonders häufig abgefragt werden, erkennen und dir diese als Schwerpunkte beim Lernen setzen.

 

3. Frage ältere Studenten

Sollte es dir nicht gelingen den Vorlesungsstoff selbst einzugrenzen und dir auch keine alten Klausuren zur Verfügung stehen, ist es definitiv hilfreich den Kontakt zu älteren Studenten zu suchen, die diese Prüfung in vorherigen Semestern bereits erfolgreich abgelegt haben. Bitte deine älteren Kommilitonen um Hilfe und frage sie nach ihren Erfahrungen. Finde heraus, wie sie sich erfolgreich auf die Prüfung vorbereitet haben und welche Themen abgefragt wurden. Falls es möglich ist, solltest du im besten Fall mehrere ehemalige Prüflinge befragen, um die Themenschwerpunkte besser eingrenzen zu können.

 

4. Spreche deinen Dozenten direkt an

Manchmal ist die Lösung eines Problems viel einfacher als wir denken. So banal es auch klingen mag – frage einfach deinen Dozenten persönlich, welche Themen für die Prüfung relevant sind. Im schlimmsten Fall verrät er gar nichts, aber in der Regel kannst du durch einfaches Fragen schon ein paar relevante Informationen erhalten. Du hast dabei nichts zu verlieren. Wenn es gut läuft, erhältst du wertvolle Tipps für deine Vorbereitung. Am besten frage nicht einfach „was kommt in der Prüfung dran?“, sondern stelle eine spezifische Frage: „Ist das Thema X relevant oder sollte ich mich eher auf Y und Z konzentrieren?“

 

Ganz egal, wie viel Zeit du hast, um dich auf die Prüfung vorzubereiten, du wirst deinen Prüfstoff immer eingrenzen müssen. Es gibt immer zu viele Informationen, Details und Anwendungsfälle, für die keine Zeit zum Lernen bleibt. Du musst also entscheiden, welche Inhalte du intensiv lernst, welche du überfliegst und welche du komplett liegen lässt. Daher ist es immer notwendig, dass du dir Schwerpunkte setzt und diese nacheinander lernst und bearbeitest.

Wir wünschen dir viel Erfolg!